Stricken und Bücher – eine geniale Kombi

Das Dorf der Lügen

Unser neues Format: (Hör-)Buchvorstellungen

Wir haben uns was Neues für Euch ausgedacht. Wir wissen, viele von Euch sind, genau wie wir, große Fans von packenden Geschichten und guter Kulinarik. Zu diesem Zweck, werden wir euch in diesem Format jeden Monat ein ausgesuchtes Hörbuch, besonders zum Hören während des Strickens, einen außergewöhnlichen Roman oder ein Kochbuch, das uns besonders gut gefallen hat, vorstellen, um Euch einen kleinen Anreiz zu geben und Euch die Auswahl aus dem riesigen Angebot ein wenig zu erleichtern. Dieses Mal wollen wir gleich mit dem Kriminalroman „Das Dorf der Lügen“ (2014), dem ersten Band der „Martinsfehn“-Reihe, vom Barbara Wendelken, beginnen. Vor allem als Hörbuch hat es uns sehr gut gefallen, da es sich super eignet, um es beim Stricken zu hören.

Das Dorf der Lügen von Barbara Wendelken

„Das Dorf der Lügen“ ist ein spannender Krimi der im hohen Norden, in Ostfriesland spielt. Auslöser der Begebenheiten ist ein Notruf, der an einem Novemberabend auf dem Polizeirevier in Martinsfehn eingeht. Es soll sich jemand in den verlassenen Gebäuden eines örtlichen Hofes aufhalten. Die beiden Beamten im Dienst, die 23-jährige, sehr attraktive Ermittlerin Viktoria Engel, die ihre Karriere gerade erst begonnen hat und ihr Kollege Oliver Dellbrink rücken dorthin aus. Die junge Beamtin verliert aufgrund schwieriger Wetterbedingungen und Dunkelheit die Nerven, als ihr Kollege sie vor den Bodenverhältnissen warnen will. Sie gibt ungewollt einen Schuss aus ihrer Waffe ab und tötet somit aus Versehen den 16-jährigen Rouven Kramer. Der Junge hatte sich in einem der Gebäude eingenistet. Aus Angst dieser Unfall könnte bereits das Ende ihrer jungen Karriere darstellen, bittet Viktoria ihren Kollegen den Tatort so zu präparieren, dass es aussieht, als hätte sie den Jungen in Notwehr erschossen.

Zunächst funktioniert diese Idee tatsächlich gut, doch nach einiger Zeit scheint es als würde jemand den Tod des jungen Rouven rächen wollen. Und Viktoria muss dafür büßen. Sollte es einen Zeugen der Vorfälle gegeben haben? Eine Reihe von Anschlägen auf die Ermittlerin und unaussprechlichen Verbrechen lassen den Leser erschaudern und mit den Protagonisten mitfiebern.

Unser Fazit

Der Stil der Autorin hat uns besonders zugesagt. Sie beherrscht es meisterlich Spannung zu erzeugen und zu erhalten. Als Basis dafür dient das sich immer weiter verstrickende Netz aus Lügen, auf dem die Geschichte gründet. Außerdem vermag sie es sehr, geschickt dem Leser falsche Fährten zu legen. So kann sie ihn immer wieder mit unerwarteten Wendungen in der Handlung zu überraschen. Es gelingt ihr, Figuren mit greifbarer Charaktertiefe zu erschaffen, mit denen sich der Leser identifizieren kann und mit denen er Freude und Leid teilen kann. Besonders die junge Ermittlerin Viktoria Engel ist ihr ausgesprochen gut gelungen. Diese junge, unerfahrene Frau, die mit ihrem Charme und ihrem attraktiven Äußeren ihren männlichen Kollegen den Kopf verdreht und es genießt angehimmelt zu werden.

Den einzigen kleinen Makel in diesem Meisterwerk der Spannung stellen die zeitweiligen Längen während der Ermittlungen dar. Allerdings ist das angesichts der übrigen Leistung schon mal zu verzeihen.

Unser Fazit: Spannung von der ersten bis zur letzten Minute und ein würdiger Auftakt für die Martinsfehn-Krimireihe.

Hier geht’s zum Hörbuch: